sis-a Sustainable Information Society Austria
 

Mehr Ressourcenverbrauch trotz "sparsamer" Technologien

Die Digitalisierung spart derzeit keine Ressourcen, im Gegenteil: Immer schnellere Innovationen führen zu immer kürzeren Produktlebenszyklen und immer kürzerer Produktlebensdauer. Trotz Miniaturisierung und Rationalisierung durch Internet und Nanotechnologie werden immer mehr elektronische Geräte produziert und weggeworfen, was neue Probleme schafft: Es werden einerseits mehr Ressourcen für neue Geräte verbraucht, andererseits ist es immer schwerer, die Altgeräte fachgerecht zu entsorgen. Hinzu kommt der steigende Stromverbrauch durch die Technisierung in Betrieben und Haushalten.

Die Informationsgesellschaft ist jedoch nicht nur auf der Produktions- und Entsorgungsseite zu spüren. Die Nutzung von Informationstechnologien verändert die Gesellschaft und löst dadurch ökologische Rebound-Effekte aus: Telekommunikation internationalisiert, vernetzt und beschleunigt Märkte und erhöht damit Umweltbelastungen. Produktion in Zeiten der Informationsgesellschaft ist global arbeitsteilig, und diese Arbeitsteilung schafft mehr Güterverkehr.

Nur wenige Produkte und Dienstleistungen wurden bisher durch Telekommunikation ersetzt. Vielmehr wirkten IKTs und ihre Dienstleistungen bisher additiv: Computer, Internetzugang oder Mobiltelefon haben den Papierverbrauch in Büros und das Verkehrsaufkommen auf den Straßen nicht verringert.

Eine nachhaltige Informationsgesellschaft hat die Chance, Bedürfnisse und Aufgaben mit deutlich weniger Ressourceneinsatz zu befriedigen. Um dies zu erreichen, muss sie sich "entmaterialisieren" und kundenorientierte Dienstleistungen entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Informationsgesellschaft und nachhaltige Entwicklung
Strukturwandel zur Wissensökonomie Strukturwandel zur Wissensökonomie
Mehr Ressourcenverbrauch Mehr Ressourcenverbrauch
Die "neue Freiheit" Die "neue Freiheit"
Sieben Herausforderungen bis 2020
 
Diese Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und der Telekom Austria unterstützt.