sis-a Sustainable Information Society Austria
 

Strukturwandel zur Wissensökonomie

Die aufkommende "Wissensökonomie" drängt den produzierenden Sektor als das bestimmende Element westlicher Industriegesellschaften in den Hintergrund. Fortschritt und Produktivitätsgewinne werden in zunehmendem Ausmaß aus der Produktion und Vernetzung von marktrelevantem Wissen erzielt.

Darauf aufbauend werden informationsbezogene Dienstleistungen wie beispielsweise VANS (Value-Added Network Services) oder Online-Mehrwertdienste immer wichtiger: Nur mehr 25% der Beschäftigten in den westlichen Industrieländern sind Arbeiter (50% nach dem zweiten Weltkrieg). Der tertiäre Sektor (Dienstleistungssektor) produziert bereits zwei Drittel der Wertschöpfung Österreichs (die Landwirtschaft nur mehr unter 5%). Aus dem tertiären Sektor entwickelt sich ein quartärer Sektor: die Informations- und Wissensproduktion. Der Anteil der wissensbasierten Berufe beträgt bereits mehr als 60% und steigt weiter.

Die Verfügung über diesen Sektor wird für die Wertschöfpung eines Landes in Zukunft höhere Bedeutung haben als die produzierenden Sektoren. Durch die westliche Spezialisierung auf den wissensbasierten Sektor können weit höhere Wertschöpfungen erzielt werden als mit industrieller Produktion oder Landwirtschaft. Diese Bereiche werden zunehmend in ökonomisch "weniger entwickelte" Länder "ausgelagert" und billig importiert. Die weltweite Arbeitsteilung, mit der der Süden die Konsumgüter für den Norden produziert, wird sich weiter verstärken.

Inhaltsverzeichnis

Informationsgesellschaft und nachhaltige Entwicklung
Strukturwandel zur Wissensökonomie Strukturwandel zur Wissensökonomie
Mehr Ressourcenverbrauch Mehr Ressourcenverbrauch
Die "neue Freiheit" Die "neue Freiheit"
Sieben Herausforderungen bis 2020
 
Diese Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und der Telekom Austria unterstützt.